Pressemitteilung —
Paketsteuer: Vier von fünf Online-Shoppern bestellen seit Einführung der Steuer anders
- Bündeln statt Ausweichen: 81 Prozent bestellen seit Einführung der Paketsteuer anders. Mehr als die Hälfte (53%) sammelt Artikel im Warenkorb und bündelt ihre Lieferungen, bei Vielbestellern tun das sogar 67 Prozent.
- Aufschlag bekannt, Zweck unklar: Neun von zehn Shoppern fiel die Paketsteuer im Oktober beim Online-Einkauf auf, doch nur 44 Prozent wissen genau, welche Shops betroffen sind. Mehr als die Hälfte (54%) weiß nach eigener Angabe nicht, wofür die Einnahmen der Paketsteuer gedacht sind.
- Black Week: 22 Prozent planen, heuer zur Black Week nichts zu kaufen. Mehr als die Hälfte davon nennt die neue Paketsteuer als ausschlaggebend dafür.
Wien, 5. November 2026 – Wenige Wochen nach Start der Paketsteuer wissen viele Konsument:innen gar nicht genau, bei welchen Anbietern die Abgabe anfällt und wofür die Einnahmen verwendet werden sollen. Gleichzeitig beeinflussen die Zusatzkosten die Gewohnheiten der Online-Shopper und die Pläne der Shopper für die Black Week. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Shopping-Plattform marktguru unter 1.504 App-Nutzer:innen in Österreich.
Wo fällt die Paketsteuer an und wofür wird das Geld verwendet?
Der Aufschlag von 2,40€ ist den Online-Shoppern zwar präsent, wirft im Detail jedoch deutliche Wissenslücken auf. Fast alle befragten Online-Shopper (98%) haben bereits von der Steuer gehört. Unter jenen, die im Oktober online bestellt haben, registrierten den Aufschlag rund neun von zehn Personen. Unklarheit herrscht dagegen bei den Details:
- Verwendungszweck: 54 Prozent der befragten Online-Shopper geben an, nicht zu wissen, wofür die Einnahmen der Paketsteuer eingesetzt werden sollen. Besonders ausgeprägt ist dieses Informationsdefizit bei den 18- bis 29-Jährigen, von denen zwei Drittel (67%) den Zweck nicht kennen.
- Betroffene Online-Shops: Lediglich 44 Prozent der Online-Shopper geben an, genau zu wissen, bei welchen Plattformen die Abgabe zu zahlen ist. Weitere 44 Prozent wissen es ungefähr, und 13 Prozent gar nicht.
Wie verändert die Paketsteuer das Einkaufsverhalten?
Die Mehrheit unter den Befragten Online-Shoppern (81%) gibt an, seit Anfang Oktober anders zu bestellen als vorher. Dagegen haben nur 15 Prozent ihr Bestellverhalten nicht angepasst. Konsument:innen kombinieren mehrere Strategien:
- Bestellungen bündeln: 53 Prozent sammeln mehrere Artikel in den Warenkorb und bestellen dann alles auf einmal
- Frequenz reduzieren: 43 Prozent bestellen insgesamt seltener online
- Click & Collect: 7 Prozent bestellen öfter online und holen die Ware – wo es möglich ist – im Geschäft ab. Dafür fällt keine Paketsteuer an.
- Wenig Verlagerung zwischen online und Geschäft: 8 Prozent kaufen jetzt im Geschäft, was sie früher online bestellt haben, 4 Prozent gehen den umgekehrten Weg.
Wer oft online bestellt, bündelt seine Bestellungen auch deutlich häufiger. Unter den Vielbestellern (mehrmals pro Woche oder Monat) sind es 67 Prozent, bei Gelegenheitsbestellern (mehrmals im Jahr oder seltener) 37 Prozent.
Wie planen die Befragten ihre Einkäufe zur Black Week?
Ein Drittel der Befragten hält an den bisherigen Gewohnheiten aus dem Vorjahr fest: 18 Prozent wollen vor allem online einkaufen, 11 Prozent online und im Geschäft, 5 Prozent vor allem im Geschäft. Je 5 bis 6 Prozent wollen mehr online beziehungsweise mehr im Geschäft einkaufen als letztes Jahr.
Jeder Fünfte (22%) plant, heuer in der Black Week gar nichts zu kaufen. Als Grund für diesen Konsumverzicht nennen 57 Prozent davon die Paketsteuer als Grund. Das entspricht 13 Prozent aller Befragten. Ein Drittel der Befragten ist noch unentschlossen im Hinblick auf Einkäufe in der Black Week.
„Die Menschen reagieren pragmatisch auf die Paketsteuer: Die meisten sammeln ihre Einkäufe und bestellen seltener. Ins Geschäft verlagert sich dabei wenig", sagt Patrick Dainese, CEO von marktguru. „Gleichzeitig wissen viele nicht, bei welchen Shops die Abgabe anfällt und wofür das Geld gedacht ist. Ob das neu erlernte Bestellverhalten zur dauerhaften Gewohnheit wird, wird das Jahresendgeschäft rund um Black Week und Weihnachten zeigen.“
Datenbasis: Online-Befragung unter 1.504 marktguru-Nutzer:innen ab 18 Jahren in Österreich, 21. und 22. Oktober 2026, gewichtet nach Alter und Geschlecht.
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Über marktguru Österreich
marktguru ist der Spezialist für leistungsstarke Shopper-Marketing-Lösungen und Betreiber der gleichnamigen Smart-Shopping-App, die das führende integrierte Online-Prospekte- und Cashback-Angebot in Österreich bereitstellt. Als Marktgestalter bei der Digitalisierung der Angebotskommunikation von Industrie und Handel und innovativer 360-Grad-Lösungspartner für das Drive-to-Store-Marketing eröffnet marktguru Herstellern und Händlern neben seiner eigenen Mobile-Reichweite auch den Zugang zu einer der reichweitenstärksten und attraktivsten Konsumentengruppen in Österreich: Durch seine native Integration in das Vermarktungsportfolio der ProSiebenSat.1 PULS 4 GmbH, der größten privaten Sendergruppe in Österreich, verfügt marktguru über ein exklusives Multiscreen-Mediaangebot und stellt seinen Kunden vielseitige zielgruppenspezifische Kampagnenmechaniken zur Verfügung. Abgerundet wird das marktguru Portfolio von innovativen Datenprodukten, die dem Handel und den Herstellern auf Basis hochwertiger Consumer und Retail Insights datenschutzkonform ergebniswirksame Optimierungen ihrer Preis- und Sortimentsstrategien ermöglichen.